My American Year

Willy Wonka and the Chocolate Factory

Der ein oder andere hat es wahrscheinlich schon mitbekommen, aber hier noch einmal für alle: Ich habe nach einem harten Kampf gegen meine Konkurrenten eine Rolle im Musical "Willy Wonka and the Chocolate Factory" bekommen. Alles begann mit den Auditions. Dort treffen sich alle die Lust haben eine Rolle im Musical zu übernehmen. Davor haben wir Zettel bekommen in denen wir ausfüllen mussten welche Rolle wir haben möchten, ob wir ein Solo übernehmen würden etc. Bei den Audtions selber mussten wir uns in einer Reihe aufstellen. Dann mussten wir zuerst nacheinander zehn Schritte gehen. Bei jedem Schritt mussten wir von 1-10 zählen und dann in unterschiedlicher Lautstärke. Danach folgte dasselbe, nur mussten wir bei jedem Schritt spontan eine Emotion zeigen. Zum Schluss hat jeder von uns ein Skript bekommen und die Lehrerin hat uns immer in verschiedene Rollen eingesetzt, die wir dann lesen mussten. Nach den Auditions mussten wir dann eine Woche warten und dann wurde eine Liste aufgehängt in denen die Besetzungen bekannt gegeben wurden. Es wird euch nicht überraschen, dass ich, wo ich euch nun so begeistert von dem Musical erzähle, eine Rolle bekommen habe. Um vorerst einmal zu sagen: Ich habe für die Rolle von Violet, dem Kaugummikauendem Mädchen, vorgesprochen. Allerdings habe ich aber eine ganz andere Rolle bekommen: Die von Mrs. Gloop, die Mutter des dicken Jungen Augustus. Ich musste wirklich lachen und wisst ihr was? Diese Rolle macht super Spaß! Ich darf nämlich den härtesten deutschen Akzent auf der ganzen Welt haben Die Proben fanden in den letzten Wochen meistens von 6.30-9.00 Uhr abends statt. Die letzte Woche war das totale Chaos: Schule bis 3.20 Uhr und dann anschließend von 4.00-9.00 Uhr Proben. Achja, habe ich schon erwähnt, dass ich, obwohl ich mit einem roten Stift auf meinen Bewerbungsbogen geschrieben habe, dass ich unter keinen Umständen ein Solo haben will, ich ein dickes Solo bekommen habe? Ja... Heute hatten wir zwei Performances. Die erste war für die Pre-School und die zweite für die Middle-School. Die kleinen Kinder durften uns dann Fragen stellen, die nicht so leicht zu beantworten waren, wie zum Bespiel: "Wie schauspielert ihr?" Ehm...gute Frage! Denke dir einfach du bist eine Person und verhalte dich wie sie! :D Morgen und übermorgen sind dann die großen Performances und ich super nervös! Wünscht mir Glück!

3 Kommentare 2.11.12 04:39, kommentieren

Wie man sich zur Schule anzieht

Der folgende Eintrag bezieht sich auf auf Fashion in amerikanischen Schulen. Es ist mir sehr wichtig euch davon zu berichten und zwar nicht, weil ich eine Fashionista bin oder einfach nur sehr gerne achte wie sich Leute kleiden. Nein. Aber ich weiß, dass ihr deutschen Schüler daheim ganz begeistert sein werdet Erinnert ihr euch noch als wir noch alle Schülervz anstatt Facebook hatten? Da klingelt was? Gut! Dann erinnert ihr euch sicherlich auch noch an die Gruppen denen man nur beigetreten ist weil sie einen sehr lustigen Namen hatten und der dann auf der Profilseite gezeigt wurde. Ausnahmen gab es. Zum Beispiel die Gruppe, deren Mitglieder hoch und heilig schworen am letzten Schultag des Schuljahres in der Schule in Jogginghose aufzukreuzen. Diesen Tag gibt es hier jeden Tag! Vorzugsweise ist die Jogginghose lang und weit, sodass man dreimal reinpasst. Dann zieht man die auch nur auf links an, weil es sonst nicht gangstermäßig genug rüberkommt wenn man richtig "dressed up" sein möchte, behält man einfach seinen Schlafanzug an. Schuhe sind hier einfach die ganz normalen Hausschuhe oder eine Art Mokassins aber mehr plüschig... sehr schwer zu definieren oder zu beschreiben. Doch obwohl die Klamottenwahl hier sehr fragwürdig ist, lassen sich die Mädchen hier nicht daran hindern mit ihrem Make-Up zu spielen. Das heißt, dass der Lidschatten hier so glitzerig wie nur möglich ist und der Lidstrich um so dicker. Und jetzt frage ich euch: Wie ist da möglich sich nicht von der Welle mitreißen zu lassen, das heißt, morgens länger zu schlafen? Ich weiß es nicht, aber ich protestiere noch immer

2 Kommentare 25.10.12 04:26, kommentieren

Sweet Sixteen :)

Dies wird ein kleiner Bericht darüber wie es ist 16 in den USA zu werde. Heute morgen bin ich also extra früh aufgestanden um mit meinen Großeltern zu skypen. Nur leider kann man in Iowa sowas anscheinend nicht wirklich viel planen, denn: unsere Telefongesellschaft hat beschlossen mich ein wenig zu ärgern und einfach mal das Internet in ganz Amerika auszuschalten. HM Also stand ich dort, angezogen, geschminkt und viel zu früh. Was macht man da? Man packt Geschenke aus. Ich habe also von meiner Mama einen liebevoll gebastelten Adventskalender bekommen für den ich mich hiermit noch einmal wirklich bedanken möchte In der Schule verlief der tag anfangs nicht ganz so anders als andere tage auch. Aber dann, als ich schon längst die Hoffnung aufgegeben habe, dass ich heute irgendein besonderes Gefühl haben werde, stolziert Pia, die andere deutsche Austauschschülerin in meiner Schule mit einem riesen großen Schokoladenkuchen in der Hand in unsere Geometrie Klasse herein und ich war total aus dem Häuschen. Der Kuchen war bestückt mit Tonnen bon Zuckerschrift, die eine 16 zeigten. Also haben wir weniger Unterricht gemacht und mehr Schokoladenkuchen gegessen. Und ich kann euch sagen: Man konnte die Kalorien wortwörtlich schmecken! Wie auch immer habe ich dann von Pia ein großes Gemälde von Audrey Hepburn bekommen (aaaahhh!) und von Breanna, einem Mädchen in meiner Englischklasse, Bodylotion und Kuschelsocken und das Buch von "Wie ein einziger Tag". Von meiner Englischlehrerin habe ich dann auch noch was Süßes bekommen. Oh, ich glaube ich habe euch noch gar nicht von Mrs. Kilmer erzählt. Sie ist die süßeste Englischlehrerin auf der ganzen weiten Welt! Warum? Sie ist erstmal total klein, dann kann sie nicht richtig laufen weil sie gehandicapt ist und dann ist sie so witzig, weil sie einen wirklich trockenen Humor. Einmal meinte sie, dass das hier eine Diktatur ist und sie ist der Diktator. Diese kleine, 1,50,m große Frau. Süss :D Ich meine: Sowas kann man doch nicht ernst nehmen! Nach der Schule hat Shelby mich dann abgeholt und mich zu meinem Permit-Test gefahren. Wenn du deine Permission hast, dann ist das vergleichbar mit dem Führerschein mit 17. Du darfst fahren, aber du mit einen deiner (Gast)eltern dabei haben. Das erste Mal habe ich den Test gestern gemacht, du darfst ihn jeden Tag machen, und bin kläglich durchgefallen. Du darfst 5 Fehler haben bei 25 Fragen. Nach dem 6 Fehler bist du draußen. Gestern scheiterte ich bei Frage 22...Und heute hatte ich 5 Fehler nach Frage 16! Und trotzdem habe ich es genau an meinem Geburtstag geschafft! Passt auf, Autofahrer von Iowa, jetzt komme ich!!! :D Anschließend war ich dann bei der Musical Probe und habe von Shelby und Mark nochmal einen riesen Kuchen bekommen, den ich dann mit dem Rest des Ensembles teilte und als Dankeschön von 50 Leuten und den zwei Lehrern ein Ständchen bekam. Ich habe euch ebenfalls noch gar nicht von einer Musical Probe erzählt, richtig? Okay, dann wird das wohl mein nächster Eintrag! Freut euch schon mal drauf! XOXO, nicht gossip girl, sondern Lora

1 Kommentar 19.10.12 06:16, kommentieren

Homecoming 2012- Our time is now!

Kommen wir zu meinem ersten großen Höhepunkt in der Geschichte meines Lebens einer nicht ganz so glamourösen High School Diva: Der Homecoming. Alles beginnt aber eine Woche davor. Dort treffen sich am Sonntagabend die ganzen Schüler und dekorieren die Schule. In einer High School hat jede Stufe einen bestimmten Namen: Da haben wir einmal die Freshman (9. Klasse), die Sophomore (10. Klasse), die Juniors (11. Klasse) und dann die Seniors (12. Klasse). In unserer Schule gibt es für jede Stufe einen Flur wo dann auch deren Schließfächer sind. Jede Stufe durfte dann ihren Flur individuell gestalten, also mit Plakaten und Girlanden. Am Montag dann beginnen die Dress-up Days für jeden. Diese unterscheiden sich nicht viel von denen, die wir in Deutschland für die Abschlussklassen haben. Unsere Dress-up Days waren wie folgt: Montag: Twin Day, Dienstag: Survivor Day, Mittwoch: Famous Couple Day, Donnerstag: Masquarade Day und Freitag: School Spirit Day. An jedem Tag wurde dann am Ende auch ein Gewinner gekürt. Am Famous Couple Day gewannen dann zum Beispiel zwei Freundinnen die sich als Shrek und Fiona verkleidet haben Am Donnerstag war die Homecoming Parade. Jedes Sport Team fährt mit einem Wagen durch die Nachbarschaft und wirft wild Süßigkeiten durch die Gegend. Am Ende treffen sich dann alle in der Sporthalle und dort gibt es dann Spiele und der Homcoming King und seine Queen werden gekürt. Dieses Jahr gewann ein Junge, der eine leichte Behinderung hat und der Liebling der ganzen Schule ist. Ich habe es geschafft ein Foto mit ihm zu ergattern :D Am Samstag war es dann soweit: Der Ball. Es werden unglaublich viele Fotos geschossen und jedes Mädchen versucht die andere mit ihrem Kleid zu übertrumpfen. Ich muss zugeben, dass ich mit meinen roten Haaren nicht die Wunderschönste war, aber das mach nichts denn immerhin bin ich 1,65m pure Liebe! Ich hatte viel Spaß beim Tanzen und abends war ich hundemüde und meine Füße taten mir von diesen blöden hohen Schuhen weh. Oh und eine Sache noch: Merkt euch eins- Dirty Dancing ist lange nicht mehr old school!

2 Kommentare 30.9.12 19:41, kommentieren

About freezing corn

Dies wird nun ein absoluter Klischeeeintrag! Denn: Laura hat Mais eingeforen, im Corn State Iowa! Und es hat verdammt viel Spaß gemacht! Getroffen haben wir uns alle bei Marks Mum Ruth mit Marks Bruder Rick, seiner Tochter Kelsey und Marks Schwestern Annie und Sherry. Wir saßen alle auf dem großen Grundstück in unseren Campingstühlen während wir fleißig die Maiskolben entblättert haben. Dabei lief aus dem Pick-Up von Rick ganz laut Rock 'n' Roll Musik. Nachdem also alle Maiskolben geschält wurden, wurden sie in den Brennofen gelegt, damit sie heiß werden. Anschließend durften wir ein paar Maiskolben mit Butter bestreichen und dann essen, die anderen wurden aber in Eiswasser gelegt. Und wenn ich sage Eiswasser, dann meine ich das auch so, denn nach wenigen Minuten mussten sie auch wieder herausgenommen werden und mit den Händen da rein zu fassen war sehr...erfrischend Nachdem die Maiskolben also letztendlich kalt waren, wurden sie mit einem elektrischen Messer von uns geschält und anschließend wurde der Mais in Beutel verpackt, damit sie in die Kühltruhe landen können. Insgesamt brachten wir 82 Beutel voll mit Mais zustande! Danach habe ich mir meine Zeit mit den kleinen Dingen des Lebens vertrieben, denn Ruth hat aus irgendeinem Grund auf einmal ganz viele kleine Kätzchen auf ihrem Hof und die sind so richtig süß! Ab jetzt mag ich Katzen Okay, Leute. Freut euch schon mal auf meinen nächstem Eintrag, der nächste Woche folgen wird, denn diese Woche startete die Homecoming-Woche und morgen ist dann der Ball auf den ich mich schon unglaublich freue. Bis dann :F

2 Kommentare 22.9.12 01:02, kommentieren

My first football game

Am Freitag bin ich dann zu meinem ersten Highschool Football Game gegangen. Und ich muss sagen, dass Amerika sich wirklich Mühe gibt dem Klischee zu entsprechen. Als erstes ist es einmal wichtig, dass du als Fan deiner Schule auch die Farben deiner Schule trägst. Also wären das bei meiner Schule, East Marshall Highschool, lila. Das Thema lautete also: Purple Friday! Eine Freundin von mir holte mich also mit ihrem Auto ab und wir fuhren gemeinsam zum Football Game. Und ich muss sagen: Ich weiß jetzt warum jedes Mädchen einen Footballspieler als Freund haben möchte. Mit ihrem breiten Schultern sehen diese nämlich sehr männlich aus und ich hatte echt den Drang einen von diesen zu umarmen. Also hier ist etwas ganz persönliches an dich, Andreas: Werd bitte Footballspieler :D Natürlich durften ebenfalls die Cheerleader nicht fehlen, die die Mengen einheizten ihr Team mit feurigen Rufen und Schreien anzufeuern und zu motivieren. Ich muss wirklich sagen, dass die Cheerleader dort einen wirklich sehr guten Job machen. Natürlich darf auf keinem Spiel der Kiosk fehlen, wo du dann die ganze Hot-Dogs bekommst und Burger und Nachos und Mountain Dew. Am Ende haben wir leider verloren, aber trotzdem war es ziemlich cool einmal zu sehen, wofür die Amis wirklich leben: für ihren Sport! Die steigern sich da wirklich rein und das liebe ich sehr! Also, für jeden der mal die Chance hat nach Amerika zu kommen: tut euch den Gefallen und lasst euch auf ihren Sport ein! Dann seht ihr einmal was amerikanischer Stolz alles ausmacht und zum Schluss noch eine letzte Sache: Ich danke Miriam, die sich in meinem Block "Bitch" nennt, für ihre fleißigen Kommentare, die mich immer wieder zum schmunzeln bringen! Du bist toll!

4 Kommentare 5.9.12 05:27, kommentieren

Go I(owa) Cubs!!!

Der Tag, auf den wir alle schon lange gewartet haben, ist nun gekommen: Laura ist zu ihrem ersten Baseballspiel gegangen. Und es war wirklich lustig Das Spiel selber war...interessant, aber viel interessanter war meine Umgebung. Aber alles auf Anfang: Du kommst also in die Vorhalle des Stadions rein und das erste was du riechst ist Popcorn und dann wären da noch die Hotdogs. Dein Ticket wird kontrolliert und bei manchen Leuten schaut die Security in die Taschen rein, um zu verhindern, dass dort Waffen versteckt sind. Nachdem man die Vorhalle durchläuft, an Spielen und Fressbuden vorbei läuft, gelangt man dann schließlich in das Stadion. Es ist riesig groß und im Hintergrund ragen die Hochhäuser von Des Moines. Die Menschen fangen an das Lied der Iowa Cubs, kurz I-Cubs, zu singen- Das Spiel beginnt. In den kurzen Pausen fuhr ein Cart um das Feld herum, das eine Kanone hatte. Mit dieser Kanone schossen die Insassen T-Shirts in die Menge. Wenn man also Glück hatte, konnte man eins fangen Außerdem haben sie dort ein Rennen veranstaltet bei dem Kinder anfangen konnten in großen Kostümen um die Wette zu rennen um einen Fanartikel zu gewinnen. Und jetzt zu einem der verrücktesten Sachen- Vor meiner Nase, lief doch tatsächlich eine Chipstüte, ein Trinkbecher und- was auch sonst- ein Hotdog rum. Was ist das? :D Und nun zum besten Teil- wenn man ein Ticket hat, dann hat man vielleicht Glück und der Platz, auf dem man sitzt, beinhaltet einen Preis. Und ich habe tatsächlich was gewonnen- eine Smoothiemaschine! Wie soll ich die bloß wieder nach Hause kriegen??? Klar könnte ich es unter mein T-Shirt schieben und versuchen sie einfach mit ins Flugzeug zu nehmen, aber das ist doch nicht die Possibility! Alles in allem war es jedoch ein gelungener Tag und ich freue mich schon auf das nächste Spiel!

3 Kommentare 30.8.12 03:36, kommentieren